Gemeinschaft

Sommercamp – 10 Tage limitloser Gemeinschaft

Vom 02. bis am 11. Juli verbrachten wir Jugendliche in Cavallino, ein Camping-Dorf in der Nähe von Venedig, wunderbare Ferien. Das Sommercamp war auch dieses Jahr wieder das Sommer-Highlight für die etwa 35 Teilnehmer und Leiter zwischen 14 und 29 Jahren.

Nach der langen Carfahrt bezogen wir voller Vorfreude unsere Zelte im Zebu-Dorf auf dem Campingplatz Scarpiland. Und die Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Ein Ferienprogramm mit viel Strand, spannenden Ausflügen und guter Gemeinschaft lag vor uns. So genossen wir in den ersten Tagen vor allem die Sonne, den Strand und natürlich das Meer. Die Einen konnten sich beim „Sönnele“, Gelati Essen und gemütlichen Plaudern erholen. Die Anderen wiederum suchten lieber eine Herausforderung im Beach Volleyball, Beach Soccer, Morgen-Joggen oder kämpften gegen das kühle Nass des Meeres an. So gab es wirklich für Jeden etwas, was er gerne machte. Die Frauen konnten sogar ihre Shopping-Lust am Strand rauslassen, denn es zogen immer wieder Kleiderwagen vorbei.

Es standen natürlich auch Ausflüge auf dem Programm. So machten wir eine Schifffahrt zur Stadt der Masken und verbrachten einen tollen Nachmittag in Venedig. Da haben wir viele Brücken überquert, Maskenstände unter die Lupe genommen, kreative Fotos geschossen und uns durch die Touristenmassen geschlängelt. Nach einem gemütlichen Picknick am Meer ging es, noch in den Erinnerungen der Stadtbesichtigung schwelgend, per Schiff und Bus zurück zum Campingplatz. Weiter stand natürlich auch ein Marktbesuch auf dem Programm. Die Taschen-, Kleider- und Halstuchstände lösten natürlich vor allem Begeisterung aus bei den Frauen, die wegen unsicherer Witterung sowieso in Überzahl waren. Wieder ein Ausflug für fast alle war aber der Aquapark. Das „Aqualandia“ sorgte mit steilen, schnellen Bahnen und Bungee-Jumping für schneller klopfende Herzen und Spass. Es gab aber auch ruhigere Highlights wie das Wellenbecken und Unterhaltungsshows wie z. B. „Peter Pan“. Wer sich eine Badepause gönnen wollte, konnte sich an köstlichen Essständen vergnügen und auch im Aquapark kam die Gemeinschaft nicht zu kurz. Auch der nächste Ausflug war ein Erfolg: ein Nachtausflug in die Disko. Dank Fabienne, öffnete der Club sogar schon früher für uns und wir eroberten die Tanzfläche. Als dann „Danza Kuduro“ – unser Camp-Lied – abgespielt wurde, waren wir nicht mehr zu halten: Wir tanzten, zum Erstaunen der anderen Tänzer, alle zusammen die Choreo und hatten unseren Spass. Durchgeschwitzt und fröhlich ging es schliesslich zurück zum Campingplatz und ins Bett. Der letzte Ausflug, den wir antraten, war nach Jesolo. Dort war Abend-Shopping angesagt. Ob schönes Kleid, feine Pizza, individuell besticktes Cap oder Feriensouvenirs, es gab für alle etwas. Am Abend gab es geistliches Programm oder wir sassen gemütlich beisammen, spielten Kartenspiele oder plauderten über Gott und die Welt bei einem feinen Gelati, Crepe oder sogar einem Stück Pizza.

Was natürlich auch erwähnt werden muss, ist unser Küchenteam. Das Ehepaar Austermann sorgte mit köstlichem Essen dafür, dass unsere Bäuche gefüllt waren und dass wir uns nicht nur von Pizza und Gelati ernährten. Sie waren wirklich angenehme, fröhliche Begleiter und genossen auch ihrerseits die Gemeinschaft mit uns. Neben dem Unterhaltungsprogramm war der geistliche Teil genauso wichtig für die Gemeinschaft, aber auch für jeden Einzelnen. So standen auch immer wieder geistliche Abende auf dem Programm. Wir stiegen ein mit einer Lobpreiszeit, danach folgte ein Input zum Thema „No Limits“ und danach konnten wir in Kleingruppen noch über Gedanken austauschen. So war dieses Sommercamp also nicht nur ein erholsamer Urlaub, sondern wir konnten auch etwas Wichtiges lernen für unser Leben. Wir konnten lernen, was es heisst als Mensch Grenzen zu haben, diese aber mit Gott überspringen zu können. Die Leiter gaben uns mit auf den Weg, wie wir mit Gott am Limit leben können, ohne dass wir über oder unterfordert sind. Genauso wichtig war aber auch dass wir erkannten, dass Gott unsere Grenzen am besten kennt und dass wir mit ihm zusammen wirklich „No Limits“ haben. Dieser „No Limits“-Gedanke hörte man auch immer wieder während des Tages, sei das als Spass beim sportlichen Wettkampf oder als Ermutigung.

Ein in Erinnerung bleibendes Ereignis zeigte schliesslich bei der Heimfahrt, dass Gottes Wirken wirklich keine Grenzen gesetzt sind und dass er gerade dann, wenn wir selber am Limit sind, gerne dieses Wirken einsetzt: Wir führen nämlich nach einer Pause von der Raststätte Bellinzona ab, als der Car plötzlich begann zu qualmen. Aus dem Hinterteil kam Rauch und es begann streng zu riechen. Während der Carchauffeur nachschaute, was los ist, beruhigten die Leiter die in Panik geratenen Teilnehmer. Nach kurzer Zeit kam der Carchauffeur zurück und meldete, dass wir nicht mehr weiter fahren könnten. Es sei aber wie durch einen Zufall ein leerer Car hinter uns, der so freundlich sei und uns nach Hause brächte. So kamen wir doch gut nach Hause und mit dem Gedanken, dass dieser „Zufall“ von unserem unlimitierten Gott bewerkstelligt worden war, endete das Sommercamp 2011.

Bericht von Laura Lang

Gemeinde-Info

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